Die frühen Väter der Kirche waren außergewöhnlich treu und hatten eine so große Liebe zu Gott. Außerdem hatten sie einen enormen geistlichen Hunger und Durst. Deshalb wurden ihnen die verborgenen Schätze und Reichtümer, die im Dunkel verborgen sind, gegeben (Jesaja 45, 3). Ihnen wurden die Schlüssel und Geheimnisse des Reiches Gottes anvertraut. Sie wurden reich gemacht durch die unerschöpflichen Reichtümer Christi und mit Gnade um Gnade gefüllt. Dadurch wurden sie zu Riesen im Geist. Sie haben uns dieses geistliche Erbe und die Orientierungsmarken auf dem Weg hinterlassen, damit Christus in uns Gestalt annimmt, so wie Er in ihnen Gestalt gewonnen hat.
Der Heilige Geist enthüllte dem Apostel Paulus, dem das Geheimnis der Kirche anvertraut war, folgendes Geheimnis: „Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit“ (Kolosser 1, 27). Deshalb gießt sich Paulus im Gebet aus, damit die Kirche mit Kraft gestärkt wird durch den Geist Gottes in dem inneren Menschen und Christus durch den Glauben in ihrem Herzen wohnt (Epheser 3, 14 – 17). Das geschieht, um jeden Menschen vollkommen in Jesus Christus darzustellen (Kolosser 1, 28).
Die Väter der Kirche folgten diesem Vorbild durch alle Generationen. Sie gossen sich als Trankopfer über das Opfer und den Dienst unseres Glaubens aus (Philipper 2, 17) und ergänzten in ihrem Fleisch, was noch von den Bedrängnissen des Christus für seinen Leib, die Gemeinde, aussteht (Kolosser 1, 24), damit Christus in ihren geistlichen Kindern, den Gläubigen, geformt werden kann.
Wegen der Schwäche und Auszehrung der Kirche über einen langen Zeitraum hinweg hat der Teufel im Verlauf der vergangenen Jahrhunderte dieses geistliche Erbe vergraben. Er hat die Brunnen der Erkenntnis Gottes und des Reichtums der Gnade Seiner Erlösung, die in der Lehre und im Leben der frühen Väter der Kirche offenbar geworden waren, mit Erde zugeschüttet. Das ließ die Kirche geistlich arm, schwach und nach dem frischen Wasser des Geistes dürstend zurück. Dies hielt an, bis wir die Endzeit erreichten. Jetzt öffnet der Herr diese alten, reichen Brunnen wieder durch diejenigen, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten. Sie werden unterstützt und gestärkt durch den Heiligen Geist. Die Lehre und das Leben der Kirchenväter, die in der Erkenntnis Gottes und im Verständnis der biblischen Schriften tief vorgedrungen waren, werden so für uns wieder hergestellt. Dadurch wird denen, die zum ewigen Leben berufen sind, noch einmal der Weg geebnet, damit sie als Braut des Bräutigams – Jesus – vollkommen gemacht und für sein zweites Kommen geschmückt und zubereitet werden.
Deshalb müssen wir dringend zur Lehre der frühen Kirche zurückkehren, damit der Heilige Geist sein Werk tun kann, nämlich „die Herzen der Väter zu den Kindern zu wenden und die Ungehorsamen zur Gesinnung der Gerechten, um dem Herrn ein zugerüstetes Volk zu bereiten“ (Lukas 1, 17).
