Die frühen Väter der Kirche haben unter der Leitung des Heiligen Geistes und auf der Grundlage von Gottes Absichten, die in den Büchern der Bibel offenbart werden (2. Mose 12, 2), einen göttlichen Kalender erstellt. Der Zweck dieses Kalenders besteht darin, dass sich das Volk Gottes das ganze Jahr hindurch mit dem Königreich der Himmel beschäftigt – dem Hauptthema der Bibel, wie der Dienst und die Lehre Johannes des Täufers, Jesu und Seiner Jünger deutlich machen (Matthäus 3, 2; 4, 17; 10, 7).
Damit dieses Königreich und die Herrschaft Christi sich in uns ausbreiten können, kam Jesus, der Sohn Gottes, auf die Erde, um uns zu erretten (Johannes 18, 36). Durch Seine Fleischwerdung, Kreuzigung, Auferstehung, Himmelfahrt und die Sendung des Heiligen Geistes vollendete Er diese Errettung für uns.
Auf der Grundlage dieser Heilsakte, durch die Christus unsere Errettung vollendete, hat die Kirche sowohl im Osten als auch im Westen das Kirchenjahr eingerichtet, um Gottes Volk zu helfen, „seine Errettung zu bewirken“ (Philipper 2, 12). Durch die vom Heiligen Geist angeleitete Lehre und die Disziplin des Glaubens kann jeder immer mehr von dem empfangen, was Christus für unsere Errettung getan hat – ein jeder nach dem Maß, das er braucht. Dadurch wächst die Person geistlich, entwickelt sich weiter und erfüllt den Willen Gottes, vollkommen zu werden (Matthäus 5, 48).
Jesus hat eine ewige Errettung für uns erwirkt und hält sie für uns bereit, so dass wir in jeder der Heilszeiten etwas davon empfangen können, und zwar Jahr für Jahr. Wenn wir dies tun, dringt Seine Errettung tief in uns ein. Dann wird unseren Mitmenschen Seine Herrlichkeit verkündet.
Der Göttliche Kalender beginnt mit einer Einführungszeit, um uns für eine neuerliche Ausweitung der Herrschaft Gottes über uns und unter uns vorzubereiten. Dem folgen der Advent und die Weihnachtszeit, die Heilszeit der Fleischwerdung. Dann folgen nacheinander die Fastenzeit, die Kreuzigung, die Auferstehung, die Himmelfahrt und Pfingsten. Das Jahr schließt dann mit einem Gedenken an das zweite Kommen Christi und das Wesen des kommenden Zeitalters, das Leben im Himmel.
Die Heilszeiten sind miteinander verknüpft. Sie folgen aufeinander in einer zusammenhängenden Weise, damit das göttliche Geschenk sich in uns ausbreiten und in uns vollendet werden kann. Dies verwandelt uns in das Bild des Sohnes Gottes und ermöglicht es uns, in der Welt als Botschafter für Christus und als Christusse zu leben (Römer 8, 29; 2. Korinther 5, 17 – 21).
